Eindrücke und Erlebnisse unserer FÖJ'lerin Elena Hußmann

Alltag auf dem Schulbauernhof Hallo! Für einen FÖJ’ler ist immer alles neu auf dem Schulbauernhof. Natürlich ist der Großteil der Arbeit bereits Routine, doch das Schöne auf einem Hof ist, dass sich immer wieder etwas verändert. All das, was für die meisten hier längst „normal für diese (Jahres-) Zeit“ ist, geschieht für mich zum ersten Mal, wodurch ich es mit ganz anderen Augen sehe.

Neben der Versorgung der Tiere und allem, was dazugehört, freue ich mich beispielsweise auch immer über Einblicke in ganz andere Arbeitsbereiche, die für mich wahrscheinlich anders gar nicht möglich gewesen wären. Dazu zähle ich Notwendigkeiten wie Holzhacken, Hühnerställe bauen oder auch unseren regelmäßigen Fleischverkauf.

Ein großes Projekt des letzten Monats war zum Beispiel der Bau einer Holzhütte auf unserem „Jahreszeitengrundstück“. Hier konnte man sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen und viel dazulernen. Die Betrachtung des Endergebnisses war aber natürlich der schönste Moment!

Auch das Befüllen unseres „Verkaufswagens“ ist Teil meines Aufgabenbereiches, und es ist immer wieder schön zu sehen, wie gerne die Produkte, die man selbst hineingestellt und geerntet (Kartoffeln) oder gesammelt (Eier) hat von der Kundschaft angenommen werden.

Neues Leben auf dem Schulbauernhof: Die Tiergeburten waren natürlich das größte Highlight für mich! Mittlerweile zähle ich bereits drei Geburten, bei welchen ich aktiv mitwirken durfte und kann sagen, dass es nichts Schöneres gibt, als sich bewusst zu machen: In diesem Augenblick entsteht neues Leben; ein Lebewesen erblickt zum ersten Mal das Licht der Welt und darf nach und nach herausfinden, wie viel Spaß es beispielsweise macht, mit den Ferkelgeschwistern eine Runde Fußball zu spielen.

Neues Leben dürfen wir aber nicht nur durch den tierischen Nachwuchs begrüßen, sondern auch auf ganz andere Art und Weise. Trotz des Virus ist es mir nämlich möglich, meine neuen Erfahrungen und insbesondere mein hinzugewonnenes Wissen an Kinder weiterzugeben. Es ist faszinierend und wirklich schön, zu erleben, welch Wirkung die Tiere sowie auch die Arbeit in den Ställen auf die Kinder der Johannes-Kullen-Schule hat, die uns zweimal in der Woche ein paar Stunden tatkräftig unterstützen. „Mein schönstes Erlebnis war, dass das Kälbchen mich abgeschleckt hat!“, sagte einmal eines der Kinder und die Gewissheit, dass dieses Kind für immer eine positive Empfindung mit Tieren verbinden wird und einen schönen Tag bei uns erleben konnte, macht mich persönlich sehr glücklich.

Der Frühling hat Einzug gehalten. Langsam merkt man immer deutlicher, dass bald wieder alles blühen und voller Leben sein wird. Die Arbeit im Gartenbereich besteht aus Vorbereitungen für das anstehende Anpflanzen, die ersten Bienen haben bereits meinen Weg gekreuzt und sowohl die fröhlich zwitschernden Vögel als auch endlich wieder Farbtupfer spendende Blumen deuten den Einzug des Frühlings und damit verbunden weitere neue Aufgaben für uns FÖJ’ler an.

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